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LÄUFT. Das neue Magazin von laufen.de

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Mehr Gesundheit. Mehr Fitness. Mehr Laufen. Das 100 Seiten dicke Magazin von laufen.de heißt jetzt LÄUFT. Und das sind die Themen der ersten Ausgabe, die als kostenlose Beilage den 228 Seiten starken DLV-Laufkalender mit mehr als 3100 Laufterminen enthält: Abnehmen – In LÄUFT steht, wie du mit dem perfekten Mix und gesunder Ernährung zum Start ins Jahr nachhaltig die störenden Pfunde verlierst. | Mehr Laufen – So gelingt der Einstieg. Unsere Trainingsexperten liefern Pläne für alle, die ihre guten Vorsätze umsetzen wollen. | Laufschuhe – Wir haben die ersten Neuheiten des Jahres getestet und empfehlen die besten Modelle. | Zu gewinnen – Eine Laufuhr von Garmin im Wert von 450 Euro| Ironman-Helden hautnah – LÄUFT. hat Deutschlands beste Triathleten Jan Frodeno und Hawaii-Sieger Patrick Lange zum Interview getroffen | Lauf-Abenteuer – Spannende Reportagen von Lauf-Events in Las Vegas und Mosambik | Sie haben es geschafft – Zwei Leser berichten, wie Laufen ihr Leben verändert hat

LÄUFER & LEUTE ↦

LÄUFER & LEUTE ↦ Steffi Platt war mal eine richtig gute Mittelstreckenläuferin. Im Internet gibt es ein Video, das zeigt, wie sie bei Deutschen Meisterschaften Gesa Krause überspurtet. Fast acht Jahre ist das her. Heute ist Gesa Krause WM-Dritte und deutsche Rekordlerin über 3000 Meter Hindernis. Und wurde gerade zum dritten Mal zu Deutschlands Läuferin des Jahres gekürt. Steffi Platt dagegen hat sich schon lange vom Leistungssport verabschiedet. Zu viele Verletzungen, zu viel Druck. Aber Steffi Platt – deutsche Jugendmeisterin in der Halle von 2010 über 1500 Meter – liebt das Laufen noch immer. Und ist das Covermodel dieser Ausgabe von LÄUFT. Sie ist auch immer noch superschnell. Halbmarathon in 80 Minuten? Hat sie 2017 geschafft. Sie läuft nicht, sie rennt. Und deshalb postet sie auf Instagram als „Ballerina“. Mit Ballett hat das nichts zu tun. Dafür mit ballern. So nennen das Läufer, wenn sie schnell unterwegs sind. Und dafür stehen die Kraft Runners in Berlin, deren erstes weibliches Mitglied Steffi war. „geilballern.com“ – der Name ihrer Webseite ist Programm. #geilballern – das steht für Rennen, bis man den Körper so richtig spürt. Bis Adrenalin und Endorphine für dieses einzigartige Glücksgefühl sorgen, das nur derjenige kennt, der beim Laufen auch schon mal an die Grenzen geht. Geil ballern bedeutet aber auch, sich sportliche Herausforderungen neben dem Laufen zu suchen und so den kompletten Körper fit zu machen. Als wir die Kraft Runners in Berlin treffen, läuft grade die Push Up-Challenge. Dabei geht es darum, in einem Monat so viele Liegestütze wie möglich zu machen. Sobald beim Laufen Pausen entstehen, kommt von einem aus der Crew die Ansage: „Push up“. Und sofort gehen die anderen zu Boden und fangen an zu pumpen. ↦ Push Up: Die Liegestützen-Challenge der Kraft Runners Sobald beim Laufen Pausen entstehen, kommt von einem aus der Crew die Ansage: „Push up“. Und sofort gehen die anderen zu Boden und fangen an zu pumpen 56 054-059_laeuft_mag_2018_01_kraft-runners.indd 56 30.11.2017 16:06:08

„Wir feuern uns immer an, pushen uns und hinterher wird abgeklatscht. Das ist unser Team-Spirit“, erzählt Marco Prüfer, der die Kraft Runners vor etwas mehr als einem Jahr zusammen mit Eugen Fink gegründet hat. „Am Anfang wollten wir vor allem selbst hart trainieren. Dann haben wir uns gesagt: Da können doch auch andere mitmachen“, erinnert er sich an die Anfänge. MIT BIS ZU 100 LÄUFERN AM PRENZLAUER BERG Mittlerweile treffen sich dienstagabends bis zu 100 Läufer an seinem Café Kraft im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Der Treffpunkt gab den Kraft Runners den Namen. Von dort geht‘s auf die Straßen. Immer mit lauter Musik, abklatschen und lockeren Sprüchen übers Megaphon. Bei schlechtem Wetter und Nieselregen sind es immer noch 40 Leute, die mit den Kraft Runners laufen gehen. „Das macht mich besonders stolz“, sagt Marco. „Im Winter lässt ja eigentlich die Motivation nach, aber schlechtes Wetter kann man ja auch als Challenge betrachten. Und dann macht es noch mehr Spaß, weil es das Team stärkt und zusammenschweißt.“ SICHER DURCH DEN GROSSSTADT-DSCHUNGEL „Wenn wir noch mehr werden, müssen wir wohl für jeden Dienstag eine Demo anmelden“, scherzt Eugen Fink. Aber die Kraft Runners haben es im Griff, so viele Läufer sicher durch den Großstadt-Dschungel zu lotsen. Niemand rennt vors Auto. Fußgänger kommen nicht zu Schaden. Und kein Kinderwagen stürzt um. Die meisten der Kraft Runners haben in ihrer Zeit als Pacer Nicht laufen, rennen Wenn sich die Kraft Runners treffen, wird's schnell. Ihr Motto: Langsam laufen kann ja jeder auch alleine für den Nike Run Club (NRC) gelernt, Läufer auf belebten Bürgersteigen und Straßen zu begleiten. Damals haben sie für ein Taschengeld bei Nike gearbeitet, jetzt machen sie das ganz ohne finanzielles Interesse in ihrer Freizeit. „Das ist nicht getrieben von Geld. Es geht darum, eine geile Zeit zu haben“, sagt Marco Prüfer. Nicht mal sein Café profitiere von seinem Engagement fürs Laufen. „Das hat ja nur 14 Plätze, und wenn unsere Runs beginnen, ist es schon geschlossen.“ Dann dient es als Ort, wo sich die Leute umziehen können und wo ihre Sachen während des Laufs gelagert werden. BEIM INTERVALL-TRAINING ENTSTEHT TEAM-SPIRIT Und dann geht’s los. Die ersten zwei Kilometer dienen immer dem Aufwärmen – und dazu, sich zu unterhalten und kennenzulernen. Den Kraft Runners ist es wichtig, dass ihre Gäste zu einer echten Community zusammenwachsen. „Klar gibt es die, die immer kommen“, sagt Steffi alias Ballerina, „es sind aber auch jedes Mal neue Gesichter dabei. Oft kommen auch Leute, die grade erst mit dem Sport angefangen haben. Das ist spannend.“ Richtig spannend wird es aber, wenn das Warm-up vorbei ist. Dann wird das Tempo erhöht, die ersten Intervalle stehen an. Wer zu den Kraft Runners geht, joggt nicht, hier wird gerannt. Gründer Eugen: „In einer Gruppe hat so ziemlich jeder Spaß an Intervallen. Aber alleine macht sie kaum jemand. Deshalb bieten wir das an. Lockere fünf oder zehn Kilometer kann ja auch jeder für sich laufen.“ Natürlich läuft auch bei den Kraft Runners jeder Teilnehmer in einem Tempo, das zu seiner individuellen Leistungsfähigkeit passt. Jeder kann mitmachen. Vom Vier- bis Acht-Minuten-Tempo pro Kilometer. Und wenn zwischendurch Squad-Sprünge oder Burpees – jene anstrengende Kombi aus Liegestützen und Hock-Streck- Sprüngen – eingestreut werden, springen die weniger fitten einfach mit geringerer Frequenz. Aber sie springen. ↦ 054-059_laeuft_mag_2018_01_kraft-runners.indd 57 30.11.2017 16:06:13

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